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Buntes und Interessantes

Die Monarchie kommt zurück

Inthronisierung

Eigentlich wurde nur nach einer Möglichkeit gesucht etwas Glanz in die Halle zu bringen. Gemeint ist die Freisbacher Sporthalle und die jährliche Faschingsveranstaltung All-inde- Hall. Beim Planungstreffen war ja mit Eva Schanné auch ein Vollprofi anwesend.

Als Karnevalsprinzessin Eva I. hatte sie in der Saison 2013/2014 den KV Dudenhofen würdig vertreten. Mit ein wenig Überredungskunst war sie gerne bereit, bei Faschingsparty und -umzug etwas hoheitliches Flair beizusteuern.

Aber – nochmal Faschingsprinzessin? In Freisbach existiert ja überhaupt kein Karnevalsverein (wie z. B. der 1. FC Köln). Und vielleicht kann Eva ja auch andere Veranstaltungen der Gemeinde und Vereine bereichern. Die Suche nach einem Element, das alle Freisbacher verbindet wurde schnell beantwortet. Die Pfefferminze! Somit war auch gleich der Titel für die neue Hoheit gefunden: Freisbacher Pfefferminzprinzessin.

Freisbach und die umliegenden Gäu-Gemeinden Gommersheim, Weingarten und Geinsheim waren bis in die 1930er Jahre das bedeutendste Anbaugebiet für Pfefferminze in Deutschland. Eine Schmalspurbahn, liebevoll Pefferminzbähnel genannt, dampfte auf der Strecke zwischen Speyer und Neustadt, wo die mühevoll gezupften und getrockneten Pfefferminzblätter weiter vermarktet wurden. Der Freisbacher Hauptbahnhof ist heute noch erhalten.

Pfefferminzprinzessin

Pfefferminzprinzessin Eva I. Im Ort hat sich die Pfefferminz-Vergangenheit ebenfalls verankert. Die gerade erweiterte Kindertagesstätte wird von den PfefferminzZwergen bewohnt und das lokale Revolverblatt trägt stolz den Namen „Pefferminz”.

Mit dem Anbau der Heil- und Würzpflanze ist es zurzeit allerdings vorbei. Den bisher letzten Versuch, einen Acker mit Pfefferminze zu kultivieren, unternahm Josip Ivanovic, der ortsansässige Landschaftsgärtner. Die Qualität war erstklassig, aber der Aufwand für eine Dauerkultur dann doch zu hoch. Vielleicht findet sich in Zukunft ja wieder ein Landwirt oder Hobbygärtner um die Pfefferminzkultur wieder aufleben zu lassen.

Bei mehreren archäologischen Ausgrabungen wurden in Freisbach neben Römischen Fundstücken auch 7400 Jahre alte Keramikscherben und Knochenreste zu Tage gefördert. Und die Freisbacher sind sich natürlich sicher: auch im alten Rom und in der Jungsteinzeit wurde hier schon die Pfefferminze hoch geschätzt.

Zurück im Jahr 2015 wird die etwas ängstliche Frage gestellt: Wozu brauchen wir hier jetzt auch eine Prinzessin? Und wer bezahlt das alles? Nun, Zeiskam braucht sicher keine Zwiebelkönigin, und Bellheim braucht keinen Lord, Ottersheim kein Bärenpaar und Deutschland keine Weinkönigin. Aber Spaß machts doch, oder? Und eine gemeinsame Identifikation kann dem Zusammenhalt und Miteinander in einer kleinen Gemeinde wie Freisbach nur förderlich sein. Eine neue Steuer zum Unterhalt der Monarchie ist bis dato nicht geplant.

Der Staatshaushalt der Pfefferminzprinzessin ist sehr überschaubar. Vereine haben sich zu selbstlosen Spenden bereit erklärt. Die Ortsgemeinde bietet für die feierliche Inthronisierungsfeier den festlichen Rahmen im Rathaus. Freisbach freut sich auf das Jahr 1 der neuen Monarchie mit seiner Pfefferminzprinzessin Eva I.

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