Diese Webseite verwendet Cookies! Cookies werden zur Benutzerführung und Webanalyse verwendet und helfen dabei, diese Webseite besser zu machen. Weiterlesen …

Historie – Lang ist's her

Geschichte aus dem Blickwinkel

450 Jahre Kurfürstliches Förster- und Jägerhaus

Das Jahr 1557 – Vorne im Torstein ist es eingehauen, auf dem Türbalken über dem Kücheneingang ist es eingebrannt. Der Bauernkrieg geriet so langsam in Vergessenheit. Friedrich II. von Kurpfalz hatte schon seit Jahren beschlossen, sich jetzt endlich verstärkt seinem Lieblingsthema zu widmen, der Jagd.

Er ließ 3 neue Jagdschlösser inklusive der dazugehörenden Forsthäuser errichten. In Harthausen steht nur noch eine Wand des „Alten Forsthauses“. Die Deckenbalken hatten von oben her eine 2 cm tiefe verkokelte Schicht – die französischen Soldaten hatten die Brandfackel hineingeworfen, aber das Grundgerüst aus dicker, alter Eiche
überstand die Brandschatzung.

Geschmiedetes Türschloss in der NordwandDas Freisbacher Jäger- und Försterhaus in der Hintergasse 11 hingegen ist vollständig erhalten (und wurde 1982 – 1993 restauriert). Errichtet wurde das Haus durch Hans von Altdorf. Sein Wappen ziert den obersten Stützbalken in der Frontseite des Hauses (aus dem Wappenknauf wurde vermutlich das spätere Dorfwappen von Freisbach, die „Glocke“).

Das Fachwerk ruht – wie seit dem 15. Jahrhundert üblich – auf einem Steinsockel. Ein Keller wurde nicht gebaut, weil eine fette Lettenschicht unter der ganzen Hintergasse liegt. Die Nutzung des Hauses war noch spätmittelalterlich, d. h. der Küchenteil (Ostteil) war bis unter das Dach offen und wurde durch einen von außerhalb des Hauses her zu beschickenden Ofen beheizt.

An den Balken des offenen Obergeschosses hing das Rauchfleisch. Ein Loch im Giebel diente als Rauchabzug. Im 18. Jahrhundert trocknete dort Tabak, im 19. Jahrhundert legten Nachbarn ihre Pfefferminze zum Trocknen aus. 1683 (Baujahr der Scheune) wurde das Haus an Friedrich von Schomburg verpfändet. Schomburg stand im Dienst des Französischen Königs, weshalb das Anwesen wohl im Erbfolgekrieg verschont wurde.

1720 übernahm Christoph Martin Graf von Degenfeld-Schomburg per Lehensbrief die Verantwortung für das Anwesen. Nach Enteignungen durch Napoleon übernahm die Familie Vogel 1807 das bisher verwaltete Forstamt in Privatbesitz.

1982/83 kaufte die Familie Gerhard Postel das Anwesen vom letzten männlichen Nachfahren jenes Försters Vogel, der 1719 in das Haus als kurfürstlicher Jäger und Förster durch die Degenfelder eingewiesen worden war, und begann mit der Renovierung.

1991 zog das Umweltpfarramt der Evangelischen Kirche der Pfalz in den ehemaligen Stall ein. Der Heuspeicher wurde zum Büro umfunktioniert, nachdem das vom Wirbelsturm Wibke stark in Mitleidenschaft gezogene Sparrendach zum Ständerdach abgeändert und gefestigt war. Nach dem Ende des Umweltpfarramts 2003 zog die junge Familie Postel dort ein. Die Scheune wurde oben wieder Heu- u. Strohlager für die darunter untergebrachten Pferde.

Ein Hauch von ehemaligem Förster- u. Jägerhaus kam zurück. Auf den Brühlwiesen weiden wieder Pferde.

Quelle: Geschichte aus dem Blickwinkel,
450 Jahre Kurfürstliches Förster- und Jägerhaus Freisbach, von Gerhard Postel

Zurück

„Frische“ Artikel

Maggi Kochclub – Die Butterflöckchen

Heitere Runde im Club von Maggi-Kochstudio. Die Butterflöckchen auf Tour.

Weiterlesen …

Man(n) nannte sie auch die Bettschoner!

Die jungen Kerls, damals alle um Mitte 20, kamen an einem wein- und glückseligen Abend zu einem folgenschweren Entschluss: „Wir gründen einen Club!“.

Weiterlesen …

Die Monarchie kommt zurück

Freisbach freut sich auf das Jahr 1 der neuen Monarchie mit seiner Pfefferminzprinzessin
Eva I.

Weiterlesen …

7400 Jahre Freisbach

Die Funde aus dem Neolithikum in Freisbach, auch Jungsteinzeit oder Bandkeramische Kultur genannt und sind unglaubliche 7400 Jahre alt.

Weiterlesen …

Theater! Theater!

Erinnert Ihr Euch noch, liebe ehemalige Schülerinnen und Schüler der Oberstufe in Freisbach, als Ihr zum ersten Male 1960 in der alten Schulturnhalle auf der Bühne standet?

Weiterlesen …

Theater! Theater! | Teil 2

1982 an der Weihnachtsfeier ging nach einer über 10-jährigen Pause der Vorhang wieder auf mit einem Stück über die Entstehung des Weihnachtsliedes „Stille Nacht, heilige Nacht“

Weiterlesen …

Theater! Theater! | Teil 3

Kann unsere Leistung noch getoppt werden? 1991 brachten wir: „Charleys Tante“ zur Aufführung. Wir feierten mit Uwe Reif und Regina Schott in den Hauptrollen, einen Bombenerfolg.

Weiterlesen …

Herren auf Damenrädern

Gute Laune, gutes Essen und Trinken alleine, reichen heutzutage nicht mehr aus, um dem Besucher eines Festes die Langeweile zu verkürzen. Deswegen musste noch eine kleine Überraschung für‘s Parkfest her.

Weiterlesen …

Radweg weg?

Vorab muss vielleicht erklärt werden, dass der Dörfler an sich einer Spezies angehört, die sich gewöhnlich innerhalb der Schutz bietenden Ortsschilder aufhält und nur selten wagt,diese Grenzen zu überschreiten.

Weiterlesen …

Stop-Signal vor 30 Jahren

GOMMERSHEIM. „Ich rumpel un bumbel do vorne dorchs Gaiich ratter un schnatter no Note“ Mei Weg fiehrt dorch Riewe, dorch Zwiwwle un Hei, ich niach aus Lawendische Dote. Ich kärchel un schärwel gernietlieh dorchs Land.

Weiterlesen …

Hexennacht 1986

Am 30. April 1986 wurde von bis heute mysteriösen Tätern das Freisbacher Ortsschild entwendet und mit dem von Speyer ersetzt.

Weiterlesen …

Geschichte aus dem Blickwinkel

Das Freisbacher Jäger- und Försterhaus in der Hintergasse 11 ist vollständig erhalten (und wurde 1982 – 1993 restauriert). Errichtet wurde das Haus durch Hans von Altdorf.

Weiterlesen …